Kathmandu Valley

Nach unserem „Urlaub“ in Pokhara sind wir in Bodnath gelandet, in einem sehr einfachen aber ausreichendem Guesthouse. Die Unterkunft liegt in einer Seitengasse von der großen bekannten Stupa. Leider ist die Gasse nicht sehr einladend, da es hier immer stinkt und Berge von Müll rumliegen…und manchmal auch Menschen. Das ist für uns manchmal sehr krass zu sehen.Unser Guesthouse ist von 4 Klostern umgeben und so schlafen wir mit Gebetsgesängen ein und werden früh am Morgen mit Trommeln oder Blasinstrumenten geweckt.
Die Stupa hat uns gleich beim ersten Anblick in ihren Bann gezogen und so sind wir jeden Abend, mit Blick auf die Stupa essen gegangen. Allgemein gefällt uns Bodnath besser als Kathmandu, da es etwas ruhiger und nicht ganz so touristisch ist. An unserem ersten Tag auf Entdeckungstour hier haben wir zunächst unsere Runde um die Stupa gedreht, von rechts nach links versteht sich von selbst! Danach sind wir zum Patupaschinath gelaufen. Zunächst waren wir unsicher, ob wir die tausend Rupien investieren sollten, da der Preis für nepalesische Verhältnisse recht hoch ist und die Außenfassade nicht sehr vielversprechend aussah. Aber da wir schon mal da waren haben wir uns trotzdem dafür entschieden… zum Glück! Nach einigen Stufen hoch und wieder runter kamen wir zum Bagmatifluss, wo die Hinduisten und Buddhisten ihre verstorbenen Angehörigen waschen und verbrennen. Dies zu sehen war einerseits beeindruckend, andererseits aber auch bedrückend… dort als Tourist mitten im Geschehen zu sein. Während wir auf einer Bank sitzend einem Guide mit einer deutschen Reisegruppe belauscht haben sahen wir aus dem Augenwinkel etwas Grünes vom Himmel fallen und mit einem lauten Knall auf dem Boden zerspringen. Ein Affe hatte, um an die Kerne der ominösen Frucht heran zu kommen diese von einem Baum geschmissen. Nur um Haaresbreite verfehlte sie einen Kopf!
Am nächsten Tag haben wir eine kleine Klostertour unternommen. Vor uns lagen fünf Stunden von einem Kloster zum anderen laufen. Im Kopan Nonnenkloster haben wir dann eine Nonne besucht, die Fini bereits aus Leh kannte. Die Kloster waren allesamt wunderschön und die anstrengenden Wege haben sich definitiv gelohnt. Super müde und erschöpft hatten wir nach zu viel Spiritualität trotzdem Probleme einzuschlafen. Ausgeschlafen und nach einem ordentlichen Frühstück haben wir uns zu einem Tagesausflug nach Patan aufgemacht. Wir haben, um Geld zu sparen, die Herausforderung angenommen, die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt. Die Hintour haben wir trotz Umsteigens souverän gemeistert. Zu diesem Zeitpunkt dachten wir noch Arm an Arm in den Minibus gepresst, dass es enger wohl kaum noch gehen kann. Später wurden wir auf jeden Fall eines besseren belehrt. Der Durbar Square in Patan, also der ehemalige Palastvorplatz mit vielen Tempeln, war schön, aber trotz 500 Rupien Eintritt musste man für Palast und Museum nochmals zahlen, woraufhin wir uns dagegen entschieden haben. Wir haben uns lieber auf die Suche nach anderen Tempeln gemacht, die unsere Erwartungen absolut erfüllt haben. Nun zur Rückfahrt… Bis zu unserem Umsteigeort verlief wieder alles reibungslos. Dort allerdings war es ziemlich chaotisch und niemand konnte uns wirklich weiterhelfen. Wie die Einheimischen am Straßenrand stehend fingen wir also an auf den richtigen Bus zu warten und wir freuten uns als wir einen nach „Boudha“ fanden. Obwohl keine einzige Ecke der Sitzbänke mehr frei war, wurden immer mehr Menschen in den Minibus gequetscht. Nun hatte man nicht mehr nur einen anderen Arm an sich kleben sondern auch sämtliche andere Körperteile. Die Fahrt dauerte im Gegensatz zur Hinfahrt ziemlich lange und nach einiger Zeit dämmerte es uns, dass wir nicht im richtigen Bus sitzen. Mit einigen Lachern auf unserer Seite und Name und Bild unseres Zielortes auf dem Handy zeigend haben uns die Einheimischen in den richtigen Bus verfrachtet und nach einer unfreiwilligen Stadtrundfahrt durch Kathmandu sind wir letztendlich zu Hause angekommen. Durch die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Einheimischen konnten auch wir über diesen Trip, trotz eingeschlafener Füße und schmerzendem Hintern, lachen.
Stupa von Bodnath

Verbrennungsstätten

Essen mit Blick auf die Stupa

Klostertour

Kopan Kloster

in Patan

Auf dem Weg zum Kloster

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