Eine Busfahrt die ist lustig…

In den letzten Tagen ist nicht so viel passiert. Um 10 Uhr Morgens werden wir jeden Tag abgeholt, dann fahren wir zur Schule und therapieren dort ein paar Kinder, mal kommen nur 2, mal sind es sogar 5…um 14:00 sind wir dann spätestens fertig, an die Arbeitszeiten kann ich mich echt gewöhnen.
Nur an ein paar andere Dinge hier in Kargil kann ich mich noch nicht so recht gewöhnen. Die gaffenden Männer, die den ganzen Tag rumsitzen und Händchen halten, während die Frauen schwer auf den Feldern und zu Hause arbeiten.
Ein für uns skuriler Anblick, wenn eine ältere Dame, so um die 60 schwere Lasten Heu auf dem Rücken transportiert, darunter fast zusammenzubrechen scheint und eine Truppe junger Männer daneben auf dem Bürgersteig hockt und zuguckt.
Auch an das ständige rumgerotze und auf die Straße gespucke kann ich mich noch nicht gewöhnen, sowie an das meißt vollkommen unnötige, aber permanent ausgeübte Hupen.

Gestern sind Stephi und ich zu einem Nonnenkloster gefahren und haben dort eine Nacht verbracht.
Wir sind extra früh zum Busbahnhof gelaufen, dabei einer Horde wütender Moslems ausgewichen (irgendeine Demo gegen was auch immer), um dann unfreundlich darauf aufmerksam gemacht zu werden, dass es keinen Platz mehr im Bus gibt. Mh da bislang nur 2 Plätze im Bus besetzt waren und der Rest leer, kam uns das etwas komisch vor. Wir wurden böse angeguckt und es wurde mit dem Kopf geschüttelt…oder war das jetzt ein nicken??? Die indische Kopfbewegung ist auch so eine Sache für sich. Irgendwann kam dann mal ein netter, englischsprechender Mann und hat uns erklärt, dass der Bus ausgebucht wäre, wir aber auf dem Dach sitzen könnten.
Alles klar, da wollten wir sowieso nochmal ausprobieren..eigentlich nicht unbedingt in der prallen Mittagshitze, aber was solls. Nach einer Weile wurde die anderen Passiere dann auch etwas freundlicher und uns wurde ab und zu sogar ein Lächeln geschenkt. Allgemein brauchen die Menschen hier etwas mehr Zeit, um sich an uns zu gewöhnen.
Also rauf aufs Dach, mit ein paar Kartons und Säcken und nach und nach ein paar anderen Fahrgästen. Die Fahrt war super schön und der Fahrtwind um die Ohren hat es in der Hitze erträglich gemacht. So eine Fahrt auf dem Dach sollte man auf jeden Fall mal gemacht haben!
Bei den ersten Gebetsfahnen und Stupas die wir erblickten, bekamen wir gleich ein befreiendes und entspanntes Gefühl. Es hört sich vielleicht etwas abgedroschen an, aber sobald wir die buddhistische Religion und Kultur um uns wahrnahmen fühlten wir uns irgendwie geborgener und willkommener. Wir hatten das freundliche „Julley“ vermisst und das Lächeln der Ladakhis, sowie die bunten Farben und das rot der Mönchsgewänder.
Das Kloster, welches wir besucht haben war eher klein und gemütlich. Es waren ungefähr 7 kleine Nonnen und 7 große Nonnen da 🙂 Wir wurden herzlich aufgenommen, haben mit ihnen gegessen und früh am Morgen die Putja miterlebt. Wir haben unseren Aufenthalt dort sehr genossen.
Auf dem Weg zurück haben wir einen Bus angehalten, wo wir dann die Fahrt von Innen genießen durften.
Wir haben jetzt mal wieder Ferien, 5 Tage frei!
auf dem Busdach

 

Auf dem Bus

Abendessen im Klosterkleine Nonnen

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