Mit dem Taxi durchs Himalaya

Wir sind jetzt in Kargil angekommen, aber hier noch ein kleiner Nachtrag zu Leh:

Stephie und ich haben in den letzten freien Tagen die Gegend Ladakhs erkundet. An einem Tag haben wir uns ein Taxi gemietet und haben uns zur Morgenputja ins Thikse Kloster fahren lassen. Dafür mussten wir früh raus, denn man sollte pünktlich um 6 Uhr morgens da sein, um die Mönche bei ihren Gebeten nicht zu stören und sich die richtigen Plätze zuweisen zu lassen. Wir waren also pünktlich, haben unseren Buttertee während der Gebete bekommen und runtergewürgt (echt nicht lecker). Aber natürlich kam mitten während des Gebetes eine Gruppe Touris rein, haben ihre Kameras geückt, sich auf falsche Plätze gesetzt und sich unterhalten…

Sonnenaufgang am Kloster

Wir haben dann noch tibetische Medizin von einem Mönch bekommen gegen unsere Magenbeschwerden und ja sie haben geholfen. Sehen ein bisschen aus wie Hasenköttel 🙂

Tibetische Medizin

Nachdem wir uns ca. 2 Stunden in Thikse aufgehalten haben, haben wir unseren Taxifahrer geweckt und sind weiter nach Hemis gefahren. Auch hier haben wir ein Kloster besichtigt, da wir immer noch recht früh dran waren, waren wir die einzigen Touristen in dem großen Kloster und wurden von den Mönchen herzlichst Willkommen geheißen. Einer hat uns sogar in den Arm genommen und uns einen Platz neben ihm angeboten. Er konnte leider kaum englisch aber wir haben uns trotzdem prächtig unterhalten. Unter anderem hatte er Sehnenschmerzen am Arm vom vielen Trommeln 🙂

Am nächsten Tag haben wir beschlossen, dass wir uns mal selbst etwas bewegen und uns nicht nur rumfahren lassen wollen. Also haben wir beschlossen in ein Nachbardorf zu wandern, über einen kleinen Sattel hinweg. Naja ich habe die Höhe und Hitze dann aber nicht sehr gut vertragen und wir haben unsere Pläne geändert und sind zu einem naheliegenden Kloster marschiert. Abends haben wir dann von unserem Beruf profitiert und haben uns gegenseitig massiert, das war so nötig und echt gut. Mit Physios zu reisen ist ne echt gute Idee 😉

DSC01768klDer Weg zum Leh Kloster

Am nächsten Tag ging es mit Fahrer und 2 Indern aus Bangalore zum Pangong Lake. 6 Stunden Fahrt über einen 5360m hohen Pass lagen vor uns. Die Fahrt war holprig und spektakulär, durch Flüsse, vorbei an Gletschern, entlang von Yakherden.

 

Der See an sich war zwar auch wirklich schön und es gab sogar mövenähnliches Getier, sodass ich mich direkt etwas heimlicher gefühlt habe, aber ob sich die 6 Stunden fahrt für eine Strecke dahin gelohnt haben, weiß ich nciht so recht.

 

So haben wir unsere letzten Tage in Leh genossen, denn morgen geht es weiter nach Kargil. Ein muslimischer Ort, der in meinem Reisführer nur knapp als „Wanzenloch“ betitelt wird. Mal sehen was uns dort erwartet, auf jeden Fall geht dann die Arbeit wieder los.

Pangong Lake

 

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4 Antworten zu Mit dem Taxi durchs Himalaya

  1. Catha schreibt:

    Hey! 🙂 Das da auf dem Bild wo du von hinten drauf bist, sind das Häuser im Hintergrund oder Steine? Das sieht so geordnet aus, aber ich kann das Bild nicht größer öffnen. Und ich bin gespannt auf Kargil!! Wanzenloch klingt ja eher mäßig gut 😀 Ich drück dir die Daumen!
    Liebste Grüße (ich bin wieder zurück in Berlin, es geht voran) 🙂 ♥

    • finimeyer schreibt:

      Ja das ist die Neubausiedlung 😉 die Häuser auf dem Hang sind schon geordnet. Manchmal eher Höhlen als Häuser. Kargil ist bislang ganz cool. Wir erleben den Ramadan mit und es gibt immer viel zu esse. Am abend… auch wenn wir das fasten weglassen 😉 ich berichte bald ausführlich. Dir noch gute Besserung und schon dich noch in Berlin.

  2. nina schreibt:

    halli hallooo!! wie schön, dass es euch gut geht! finilein, ich lese auch!! (nachdem Inga mich netterweise nochmal mit dem link versorgt hat – kennst mich ja 😉 wow! das hört sich so spannend an. in meinem Köpfchen dreht sich alles und ich krieg ganz schreckliche weltenbummlersehnsucht. danke, dass ihr die ganzen eindrücke mit uns teilt!!! ich musste so lachen, Richard Gere hätte ich wohl bei seiner holiness auch nicht erwartet – und schön, dass die hasenköttel helfen 😉 schreibt brav weiter, ganz liebe grüße an euch

    • finimeyer schreibt:

      Nina wie schön von dir zu hören. Freut mich dass du die Berichte liest, dann hab ich das Gefühl nicht ganz so von euch abgeschnitten zu sein. Genieß den Sommer in Kiel. Kussi

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